Ein Weg, der genau richtig war

Es gibt Entscheidungen, bei denen man nicht ahnen kann, wohin sie führen. Und manchmal sind es genau diese, die sich im Nachhinein als die richtigen herausstellen. «Wir haben fünf Jahre lang ein Haus gesucht», erzählt Jouni Epper. «In der Agglomeration Zürich, mit Garten, Platz für die Familie – aber es hat einfach nie geklappt.»

Der entscheidende Impuls, der zu einem neuen Zuhause führte, kam aus der eigenen Familie. Seine Schwester lebte bereits in der Künzlistrasse. «Irgendwann hat sie gesagt: Bewerbt euch doch einfach auch bei der BBZ. Mehr als nicht klappen kann es nicht.»

Es hat geklappt. Und heute findet Jouni: «Ich muss sagen: Es hat genau so sein sollen.» So zog Jouni zusammen mit seiner Frau Heli in eine Wohnung in der Wehntalerstrasse, in freudiger Erwartung auf ihre Tochter. Neun Jahre später, als die Familie mit dem zweiten Kind, einem Jungen, bereits zu viert war, wurde ein Umzug ins Hoffeld 40 möglich. Eine wunderschöne, helle Dachwohnung, mit Terrassen, Blick ins Grüne und grosszügigen Räumen sowie zwei Kinderzimmern.

Sonnenterrasse mit Blick ins Grüne.

Mehr als nur wohnen

Jouni kennt das genossenschaftliche Wohnen schon lange. Er ist selbst in einer Genossenschaft in Dübendorf aufgewachsen. Dort war sein Vater viele Jahre im Vorstand. Und doch erlebt er es heute noch einmal anders. «Früher war das einfach der Ort, an dem ich gewohnt habe», blickt er zurück. «Heute sehe ich viel stärker, was dahintersteckt.» Zum Beispiel die Möglichkeit, sich einzubringen. Mitzureden. Mitzugestalten. «Schöner und besser wohnen kann man nur mitgestalten, wenn man in einer Genossenschaft ist.»

Ein Moment, der ihm besonders in Erinnerung geblieben ist, war die Auseinandersetzung mit der Weiterentwicklung der Stammsiedlung. «Ich fand es sehr spannend zu sehen, wie viel Überlegung dahintersteckt und wir stark die Bewohner*innen eingebunden werden. Dass man nicht einfach neu baut, sondern sich fragt: Wie soll es weitergehen? Was passt hierhin?» Nachhaltigkeit, der Umgang mit Bestehendem, neue Ideen – all das wird diskutiert. Zusammen mit den Bewohner*innen.

Ein Zuhause mit besonderen Details

Beim Betreten der Wohnung im Hoffeld 40 fällt schnell auf: Hier lebt nicht nur eine Familie – hier lebt auch ein feines Gespür für Gestaltung. Jouni und seine Frau haben ein besonderes Auge für Design und Ästhetik. Die Wohnung ist mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Jeder Raum hat seine eigene Stimmung, auch die Kinderzimmer sind sorgfältig und persönlich gestaltet.

Ein kleines, aber prägnantes Detail findet sich in der Küche: Am Fenster hängt eine Sammlung finnischer Tassen – die bekannten Mumins. «Das ist für uns ein kleines Stück Finnland in unserem Schweizer Alltag», freut sich Jouni. Denn Jouni ist zwar in der Schweiz aufgewachsen, hat aber finnische Wurzeln und zudem kommt seine Frau Heli ursprünglich aus Finnland. «Diese Figuren stehen für Werte wie Offenheit, Freundlichkeit und Gemeinschaft.» Und hier schliesst sich auch der Kreis zu den genossenschaftlichen Werten der BBZ.

Der Wert der kleinen Dinge

Was einen Ort lebenswert macht, lässt sich oft nicht in grossen Worten beschreiben. Es sind die kleinen Dinge, die sich wiederholen – jeden Tag. «Ein guter Ort zum Leben ist dort, wo die kleinen Dinge des Alltags zu Fuss erreichbar sind», findet der 55-Jährige. «Zum Beispiel im Sommer schnell ein Eis kaufen.» Schule, Freizeit, Einkaufen – alles liegt in greifbarer Nähe. Oft reicht ein kurzer Weg mit dem Velo oder ÖV: im Sommer in die Badi Allenmoos, später weiter zum Eishockeytraining des Sohnes oder zum Rhönradtraining der Tochter. Der Alltag spielt sich in unmittelbarer Umgebung ab – unkompliziert, nah und lebendig. Für die Familie war das von Anfang an zentral. «Das war ein grosser Wunsch von uns. Dass wir nicht ständig unterwegs sein müssen, sondern dass sich das Leben in einem überschaubaren Radius abspielt.» Und genau das ermöglicht ein Leben in der BBZ.

Gemeinschaft, die spürbar wird

Es sind nicht nur die alltäglichen Begegnungen, die das Leben in der BBZ prägen. Es sind auch die besonderen Momente, die bleiben. «Ganz besonders sind uns als Familie die beiden Jubiläumsfeste zum 75- und 80-jährigen Bestehen der BBZ in Erinnerung geblieben», erzählt Jouni. «Das Fest im Zirkus Conelli und jenes in der Blumenbörse waren wirklich etwas ganz Besonderes.»

Solche Anlässe schaffen Erinnerungen – und verbinden. «Diese Events waren wunderschön. So etwas erlebt man in dieser Art nur, wenn man in einer Genossenschaft ist.»

Jouni und seine Familie sind in der BBZ angekommen.

Ein Ort zum Wohnen und Bleiben

Nach 13 Jahren ist die Frage nach der Zukunft keine offene mehr. «Wir sehen uns definitiv auch in Zukunft hier.» Die BBZ ist kein Übergang, kein Zwischenstopp. Sie ist ein Ort, an dem das Leben stattfindet – im Kleinen wie im Grossen. Und vielleicht wird dieser Ort in Zukunft noch mehr zur Familie gehören: «Es wäre schön, wenn meine Eltern aus Wetzikon irgendwann auch hierherziehen könnten.»

Wenn Jouni die BBZ beschreiben soll, überlegt er kurz. Dann sagt er: «Lebenswert, grün, erwachsenen- aber auch kinderfreundlich.»

Worte, die viel darüber erzählen, was diesen Ort ausmacht. Ein Umfeld, das Raum für unterschiedliche Lebensphasen bietet – für Familien, für Kinder, für ruhige Momente ebenso wie für gemeinsames Leben. Und vielleicht ist es genau diese Mischung, die bleibt: Ein Ort, an dem man nicht nur wohnt, sondern ankommt – und gerne bleibt.


Auch beruflich hat Jouni einen vielseitigen Weg hinter sich. Sein BWL- und Kommunikations-Studium führte ihn erst zu verschiedenen grossen, international tätigen Unternehmen wie Pfizer oder der globalen AO Foundation, die im Medtech-Bereich agiert. Heute ist er seit vielen Jahren selbstständig und begleitet Unternehmen in den Bereichen Kommunikation und Marketing ganzheitlich – von der strategischen Entwicklung bis zur Umsetzung von Kampagnen und Markenauftritten.

Mit seinen beiden Firmen Souffleur (www.souffleur.ch) und SFB Partners (www.sfbpartners.com) berät und unterstützt er Organisationen in den Bereichen Business Development, Kommunikation und Marketing. Dabei geht es ihm vor allem darum, Unternehmen gezielt weiterzubringen und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen. Mit SFB Partners legt er den Schwerpunkt vor allem darauf, Firmen dabei zu unterstützen, Fuss im schweizerischen und finnischen Markt zu fassen. Durch seine enge persönliche Verbindung zu beiden Ländern sowie seine langjährige Erfahrung in beiden Geschäftskulturen kennt er die jeweiligen Besonderheiten genau. Das macht ihn zum perfekten Ansprechpartner und Experten, wenn es darum geht, die finnische und die schweizerische Welt zu verbinden.


Wer wohnt denn da?

Wir möchten unseren Bewohner*innen gerne immer wieder Menschen vorstellen, die unsere Genossenschaft bereichern – mit ihren Geschichten, ihrem Engagement oder einfach durch ihre Art zu leben. Kennen Sie Menschen, die unbedingt porträtiert werden sollten? Oder möchten Sie selbst Ihre Geschichte teilen?

Schreiben Sie uns: jennifer [dot] maurer [at] bgbrunnenhof [dot] ch

Text und Fotos: Jennifer Maurer